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Entdeckung von Eris

Die Entdeckung von Eris wurde von Mike Brown (CalTech), Chad Trujillo (Gemini-Observatorium) und David Rabinowitz (Yale-Universität) am 29. Juli 2005 veröffentlicht. Eigentlich war der Kleinplanet schon auf Fotoplatten des Mount Palomar Observatoriums im Oktober  2003 erfasst worden. Nachdem er zuerst übersehen worden war, wurde Eris erst zwei Jahre später eindeutig bestätigt. Daraufhin schaute man auch auf älteren Aufnahmen genauer nach und so konnte das Objekt bis ins Jahr 1954 hinein gefunden werden, sodaß seine Bahn heute sehr genau bestimmt ist.

Die Veröffentlichung im Jahr 2005 geschah auf Konkurrenzdruck hin, denn spanische Astronomen hatten Ende 2004 den Kleinplaneten Eris ebenfalls entdeckt und Mike Brown kam ihnen so mit seiner Veröffentlichung als Erstentdecker zuvor. Wenige Tage zuvor hatten die spanischen Astronomen die Entdeckung des Kleinplaneten Haumea bekannt gegeben und die Arbeitsgruppe um Mike Brown veröffentlichte an diesem Julitag ebenfalls noch die Entdeckung von MakeMake, sodass es Anfang 2005 plötzlich drei weitere Kleinplaneten mit ähnlichen Bahneigenschaften wie Pluto gab.
 
Eris und sein Mond Dysnomia
Eris und sein Mond Dysnomia in einer aktuellen Aufnahme des Hubble Space Telescops aus dem Jahre 2006

Die Entdeckung dieser Objekte gab in der astronomischen Gemeinschaft den Anstoß, die Rolle des bis dahin als neunten Planeten des Sonnensystems angesehenen Pluto zu überdenken. Plötzlich gab es mehrere Objekte neben Pluto, die gleiche Bahneigenschaften aufwiesen und im Falle von Eris sogar größer als Pluto waren. Der ganze Prozeß führte schließlich auf einer Tagung der IAU (Internationale Astronomische Gemeinschaft) am 24. August 2006 dazu, Pluto seinen Planetenstatus abzuerkennen und ihn in eine eigene Klasse von Kleinplaneten, den Plutoiden, einzuordnen. Entsprechend dieser Definition bekam Eris zunächst auch den offiziellen Namen (136199) Eris.

Seit diesem Ereignis sind in den Folgejahren eine ganze Reihe von weiteren Objekten entdeckt worden, die diese Einstufung rechtfertigen. Sie werden als Plutoiden bezeichnet und stellen eine Untergruppe von Objekten aus dem Kuipergürtel dar, der weit jenseits des Planeten Neptun den Rand unseres Sonnensystems darstellt.