Sonstige Links

marspages.eu - Almanach of mars exploration

Home > Die Plutoiden > Eris > Neueste Erkenntnisse

Neueste Erkenntnisse über Eris

Der Durchmesser von Eris wurde ursprünglich auf 2400 ± 100 km ermittelt. Damit ist er etwa 200 km größer als Pluto, der ursprünglich neunte Planet des Sonnensystems. Natürlich war die Unsicherheit der Messung recht groß, da aufgrund der großen Entfernung von der Erde von zur Zeit etwa 97 AE die Beobachtung recht schwierig ist. Die beste und effektivste Methode, in dieser Entfernung genauere Daten zu erhalten, ist die Bedeckung eines Hintergrundsternes durch das zu messende Objekt zu beobachten. Durch die Zeitdauer der Bedeckung lässt sich sehr effektiv auf den Durchmesser des Objektes schliessen. 
Beobachtungsregion der Sternenabdeckung vom 5. November 2010
Beobachtungsregion auf Terra bei Eris' Sternenabdeckung am 5. November 2010

Sternenabdeckung durch ErisEine solche Bedeckung fand am 5. November 2010 statt. Eris, dessen Bahn aufgrund von rückwirkend ausgewerteten Fotos seit 1954 recht genau bestimmt ist, bedeckte an diesem Tag einen kleinen Hintergrundstern in der Milchstrasse, siehe nebenstehende Animation. Der Stern in der Bildmitte wird durch den vorbeiziehenden Eris für 76s abgedeckt.

 Die Messungen aus Südamerika waren ein voller Erfolg. Sie ergaben, dass Eris nicht größer als 2320 ± 30 km sein kann. Damit ist Eris etwa so groß wie Pluto (2344 ±10 km). Er ist jedoch nach wie vor um etwa 25 % massereicher als Pluto, da seine Dichte mit 2.3 g/cm3 größer als die von Pluto ist. Die Dichte lässt sich durch die Umlaufzeit eines Mondes - und Eris hat den Mond Dysnomia - auch bei großer Entfernung recht genau bestimmen.

Als Ergebnis der Beobachtungen von Ende 2010 lässt sich sagen, dass Eris und Pluto etwa gleich groß sind, Eris allerdings um etwa 25% massereicher als Pluto ist. Damit hat Pluto nach wie vor seine früher bevorzugte Rolle nicht wieder erlangt. Die genauen Daten: Durchmesser Eris: 2326 ± 12 km. Durchmesser Pluto: 2344 ± 10 km.

Eris wurde wegen seiner großen Helligkeit von Astronomen mit ursprünglich bei seiner Entdeckung im Jahre 2005 einem Durchmesser von bis zu 3000 Kilometer wohl zu groß eingeschätzt. Da die Oberfläche von Eris das einfallende Sonnenlicht sehr stark reflektiert, erschien der Zwergplanet zuerst deutlich größer als Pluto. Verantwortlich für dieses Phänomen ist eine kollabierte Atmosphäre aus Stickstoff, Methan und Argon. Diese Gase kondensierten in der Kälte, die auf Eris herrscht, und bildeten eine stark reflektierende Bedeckung. Sicardy konnte sogar die Zusammensetzung ermitteln. Eris besteht aus Gestein mit einem relativ dünnen Eismantel darum herum.