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Entdeckung von Orcus

Orcus vor dem Sternenhintergrund
Orcus auf einer Hubble-Aufnahme bewegt sich vor dem Sternenhintergrund

Orcus wurde am 17. Februar 2004 von Michael Brown, Chad Trujillo vom Gemini-Observatorium und von David Rabinowitz von der Yale-Universität entdeckt. Nachdem der Kleinplanet einmal entdeckt worden war, konnte er auf archivierten Fotoplatten bis ins Jahr 1951 hinein identifiziert werden. Somit ist seine Bahn ähnlich wie bei anderen Plutoiden genau verifiziert. Die ursprüngliche Objektbezeichnung war 2004 DW.

Die Arbeitsgruppe um Michael Brown sucht seit dem Jahr 2000 den Himmel systematisch nach neuen Objekten im Kuipergürtel des Sonnensystems ab. Üblicherweise geht man dabei so vor, dass man einen kleinen Himmelsausschnitt zwei- oder dreimal mit etwa 15 bis 30 Minuten Abstand aufnimmt und nach bewegten Objekten in der Differenz dieser Aufnahmen sucht, wie es das Bild oben auf dieser Seite anzeigt. Das Problem bei den Plutoiden ist, dass diese Objekte soweit von der Erde entfernt sind, dass man eine Bewegung erst bei zeitlichem Abstand von mehreren Stunden in den Aufnahmen feststellen kann. Dies ist bei den heute knappen Messzeiten an den großen Teleskopen der Erde eine erheblich zeitlich Belastung, sodaß es sehr langwierige Messperioden braucht, um positive Ergebnisse erzielen zu können.